Samstag, 7. Februar 2026

OpenSCAD verhilft Easythreed K10 zu mehr Stabilität

In all dem negativen Wahnsinn freue ich mich nun über den K10. 
Der K10? Der kleine Minidrucker mit Namen Willi? 
Joahhh. 

Warum?

Na, weil der gerade total sauber seit Stunden druckt. 
Kein Slizing, kein Chaos, kein irgendwas. 
Unfassbar.  


Warum macht er das? 
Weil er reichlich Upgrades bekommen hat. 
Als erstes habe ich auf eine andere Bettaufnahme umgebaut. 
Statt dem schweren Quadrat hängt nun ein X unten drunter. 
Das alleine machte schon viel aus. 
Bisher stand das Bett nach dem Leveln links stark hoch während es rechts kaum noch tiefer ging weil die X-Achse sich neigte wenn der Kopf nach rechts fuhr.

Dann kam der Umbau des Gehäuses auf eines was die Y-Schiene viel stärker stabilisiert. 
Der Erfolg war ebenfalls sichtbar. 

Als Nächstes (und das ist ziemlich wichtig) habe ich die Führung für die X-Achse angesetzt. 

Die gehört zwar zu einem anderen "Bausatz", aber der Rest war für mich eher störend also liess ich ihn weg. 
Nun fährt Z zwar schön in der Führung, kann sich aber auf X immer noch neigen weil sich das gesamte Gerät verschieben kann. 
Zunächst dachte ich daran einen Winkel an das Gehäuse und meine Standplatte zu schrauben, aber dann dachte ich mir "Neee, programmier Dir doch was passendes. Als Übung für OpenSCAD."
Gedacht, getan und schwupps war genau das gefertigt was ich wollte.


*AufDieSchulterKlopf

Nun kann Willi nicht mehr raus aus dem Bett und sich somit nicht mehr verschieben. 
Vielleicht programmiere ich eine neue Basisplatte in der ich Willis Gehäuse auf einer Dämmmatte einlassen kann aber bis dahin darf er gerne weiter arbeiten. 

Als Nächstes habe ich seit heute eine Edelstahlplatte hier liegen auf der ich drucken möchte.


PEI ist zwar auch bestellt, aber ich möchte den Versuch mal wagen. 
Auf den Gummimatten zu drucken ist bisher eine suboptimale Sache gewesen. 
Vier Stück habe ich nun schon davon vernichtet. 

 Zum Vergleich mein erstes Benchy mit dem K10. 

Hier das aktuelle Benchy.






Sehr viel besser. Dennoch mit vielen Ausfallerscheinungen. 
Gedruckt habe ich auf der ziemlich verwüsteten Platte. 

Gespannt bin ich auf den nächsten Druck auf der Edelstahlplatte. 
Versuch 1: 
Druck direkt auf der Platte. 
Keine Chance. Ich habe kein Heizbett. Das PLA rutschte einfach drüber.
Versuch 2: 
Druck auf der mit Haarspray behandelten Platte.
Keine Chance. Keine Haftung des PLA.
Versuch 3: 
Druck auf der mit Klebestift behandelten Platte. 
Es haftet. Die Frage ist allerdings ob es auch haften bleibt während der Druck seit 14:45 Uhr eines 9,5cm hohen Kürbis in Arbeit ist.


Um 16:30 Uhr ist Willi dann schon ein wenig weiter gekommen. 


Jojoah. Das geht halt sehr langsam voran. 
Während des Drucks habe ich das Bett rechts ein bisschen höher gestellt. 
Da ist noch Verbesserungspotial bei mir.  

Um 22:18 Uhr hat er wieder ein paar Runden geschafft. 


Schlappe siebeneinhalb Stunden später kann man schon ein bisschen erkennen. 
Logisch das er noch längst nicht fertig ist. Da es nur ein Test ist brach ich dann auch ab. 
Einige Schichten sind nicht fest verbunden worden und einen Support hat er nicht hinbekommen. 
Also nochmal ran ans Reissbrett und weiter verbessern. 
Das drucken auf dem Edelmetall geht jedenfalls. Da muss ich mir um neue teure Platten keinen Kopf mehr machen. 

Das selbe Objekt schaut dann fertig, nach viereinhalb Stunden bei Flip so aus:


Ich habe festgestellt das die Z-Achse nicht bis nach oben zum "Anschlag" fährt. 
Kleine Info für die Nichtkenner des Druckers: 
Einen Anschlag in Form eines Signalgebers hat er nicht. Die Motoren quälen die Bänder am jeweiligen Ende bis eine programmierte Zeit abgelaufen ist. 
Kleinigkeiten die zwar dem Hersteller Geld sparen aber das Potenzial was in dem kleinen Gerät stecken würde verschwenden. 
Denn eines ist absolut unanfechtbar. Es ist bzw. wäre ein Drucker den man (entsprechende Transporttasche voraus gesetzt) durch Grösse und Gewicht gut unterwegs nutzen könnte. 
Automatische Nivellierung, Heizbett, schnellere Motoren, bessere Filamentheizung und eine aktuelle Software würden den Kleinen perfektionieren. 

Für Schulklassen ist er nichts. Die Drucke dauern viel zu lange. Sicherlich kann man in Schulen damit das XYZ Koordinatensystem visuell darstellen. Als Umrüstung zum Plotter lassen sich auch schnelle (2D)Grafikerfolge erzielen, eine Umrüstung als Lasergravierer würde mehr Power und vor allem ein Gehäuse erfordern. 
Letztlich bleibt es halt nur ein Ding was nebenbei laufen kann (aber nicht neben dem Bett). 

Wer das hier verfolgt hat weiß dass ich aberwitzig viele Stunden investiert habe damit die Maschine das nun so macht wie es ist. 
Falls ihr nun überlegt "Ohhh geil, ein 3D Drucker für ~50€. Den bestelle ich mir auch und dann geht es los."

 STOP * HALT * BREMS

So einfach war das nicht. 
Ich hatte ihn bestellt als Lernding ohne grosse Ansprüche an die Ergebnisse. Ich wollte CAD Programmierung lernen und die Ergebnisse drucken können ohne Anspruch auf Benutzbarkeit. 
Nur als visuellen Lernerfolg. 
Dafür ist er im Auslieferzustand auch mehr oder weniger benutzbar. Nicht jedoch unter Linux. Das Problem bleibt nach wie vor. 
Um die Druckdatei "slizen" zu lassen, MUSS ich Windows fahren. 
Bis ich das begriffen hatte gingen ein paar verständnislose Wochen vorbei. 
Gut das ich im Forum soviel hilfreiche Unterstützung hatte. Man weiß halt nie ob das so sein muss, oder was da eigentlich schief / falsch läuft. 
Durch die Hilfe wurden mir die jeweiligen Fehlerwege schnell klarer und ich konnte in dieser Richtung weiter recherchieren. 
Danke. 

Ja, und nun? Seit Mitte November habe ich den Drucker. 
Wahnsinn was in den elf Wochen an Wissen dazu gekommen ist. 
Wie ich schon mal schrieb bin ich von der Bauklötzchen-Spielecke zur fertigen Modellbau-Ecke gekommen. Bis ich bei den Profis mitspielen darf um eigene Modelle zu entwickeln ist es noch ein weiter Weg. 
Ich habe viel Zeit. Hast Du die auch? 

Und nun? 

Schon niedlich die beiden nebeneinander am Tisch zu haben. 
In der nächsten Wohnung kommt das Filament auf einem Regal nach oben. 
Willi darf mich vielleicht auch mal zum Schwesterherz begleiten. Mit einer 250 oder 500Gramm Rolle habe ich dann dort genug um kleine Dinge zu drucken. 
Sowas wie die Lampe ginge eher nicht. 
Willi hat dafür 10 Stunden gebraucht. Das ständige Hin und Her möchte ich nicht neben meinem Bett. 

Natürlich wird Willi weiter an der Arbeit gehalten. 
Mal schauen ob ein kleiner Drache heraus kommt.




Sooo, da ist das kleine Drachen-Chamäleon. 
Etwas schleifen, etwas Farbe ... mal schauen. 
Ich bin zufrieden.

Und Draussen? 
Da muss ich nicht viel zu sagen. Passt zumindest zum Filament. 
Ich habe den Papp sowas von auf.


Habt es so fein wie möglich und macht das Beste aus Allem. 

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